| Über Eritrea |
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Erdteil:Nordostafrika (Horn von Afrika) Geographie Im mittleren und nördlichen Eritrea kommen Trockenwälder mit Wacholder, Steineiben, Dumpalmen und Tamarisken vor. An den Berghängen des Hochlands finden sich Bestände des laubabwerfenden Combretum-Waldes und dichter Grasbewuchs. Die ehemals vorhandenen Nadelholzbestände wurden zur Brennholzgewinnung bis auf wenige Reste dezimiert. Die Küstenebene des Landes ist von Halbwüste und Dornstrauchsavanne geprägt. Hier wachsen Sukkulenten wie Aloe und Sanseviera neben Akazien und Myrrhe. An der Küste gibt es Mangroven. Eine Vollwüste ist der Denakil. Das westliche Tiefland ist im nördlichen Teil eine trockene Buschsavanne, während der südliche Teil von Gras- und Waldland geprägt wird. Durch Abholzung und Ausweitung des Siedlungsraumes wurde die ehemals artenreiche Tierwelt Eritreas dezimiert. Zahlreich sind verschiedene Antilopen wie z.B. die Oryxantilope, Dorkasgazelle und das Kudu. Weiter kommen im Land Mantelpaviane, Meerkatzen, Geparden, Leoparden, Löffelhunde und Schakale vor. Zu den seltenen Arten gehören z.B. der Somali-Wildesel und der Eritrea-Spießbock. Vor allem im Küstenbereich ist die Vogelwelt sehr artenreich, häufig kommen z.B. Ibisse, Fischadler, Flamingos, Reiher, Pelikane und Löffler vor. Das Rote Meer ist sehr reich an verschiedenen Fisch- und Korallenarten. Zu den seltenen Tieren gehören die bis zu 3 m langen Dugongs, die zu den Seekühen gehören und in den Gewässern um den Dahlak-Archipel vorkommen. Menschen o Tigrinya (50,0%, Christen, wenige Moslems; sesshafte Pflugbauern und Viehzüchter) o Tigre (31,4%, Moslems; Viehzüchter und Halbnomaden) o Afar (5,0 %, Moslems; Nomaden, Fischer, Händler) o Saho (5,0%, Moslems; Bauern und Viehzüchter) o Hedareb oder Beja (2,5%, Moslems; nomadisierende Viehzüchter) o Bilen (2,1 %, sesshafte christliche Bauern bzw. moslemische Viehzüchter) o Kunama oder Bara (2,0%, teils Moslems, teils Christen, teils Naturreligionen; sesshafte Bauern, alte matrilineare Kultur) o Nara oder Baria (1,5%, Moslems; Pflugbauern) o Raschaida (0,5%, Moslems; Nomaden) Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind sunnitische Moslems, gut 40% sind orthodoxe Christen, 5% katholisch oder protestantisch und rund 2% Anhänger von Naturreligionen. Als offizielle Amtssprachen dienen Tigrinya und Arabisch; die Sprachen der verschiedenen Ethnien gelten aber als gleichberechtigt. Tigrinya (dem Alt-Äthiopisch am nächsten stehende Sprache) und Tigre (Neu-Äthiopisch) sind semitische Sprachen. Saho, Bilen, Afar, Gewa sind haschemitische und Nara und Kunama nilotische Sprachen. Die Geburtsrate ist mit 3.1%, d.h. je 1000 Menschen 31 Geburten, hoch (Weltdurchschnitt 25). Die Kindersterblichkeit liegt bei 7.4%, d.h. von 1000 Geborenen sterben 74 vor dem fünften Lebensjahr (Weltdurchschnitt 72). Die Lebenserwartung liegt bei 57 Jahren (Weltdurchschnitt 68). 58.6% der Bevölkerung über 15 Jahren (Frauen: 47.6; Männer 69.9) können lesen und schreiben (Weltdurchschnitt: 82% - Frauen: 77%; Männer: 87%). Politik Eritrea ist in 6 Verwaltungszonen (Zobata) eingeteilt: Debubawi Keyih Bahri (südliches Rotes Meer; Hauptstadt: Assab), Semenawi Keyih Bahri (nördliches Rotes Meer; Hauptstadt: Massawa), Anseba (nördliches Hochland; Hauptstadt: Keren), Gash Barka (westliches Tiefland; Hauptstadt: Barentu), Debub (Südregion; Hauptstadt: Mendefera), Maekel (Zentralregion; Hauptstadt: Asmara). Landeshauptstadt ist Asmara mit rund 400'000 Einwohnern. Die Medien sind unter strikter staatlicher Kontrolle, private Zeitungen seit 2001 verboten. Es gibt einen Fernseh- und einen Radiosender sowie zwei Zeitungen (Haddas Eritrea in Tigrinya und Arabisch; Eritrea Profile in Englisch). Wirtschaft Wichtigste Landwirtschaftsprodukte: Sorghum, Linsen, Gemüse, Mais, Baumwolle, Tabak, Sisal; Rinder und Ziegen; Fisch.Wichtigste Industrieprodukte: Nahrungsmittel, Getränke, Textilien, Salz, Zement. Internationale Hilfe: 355.2 Mio us$ (2005) Aussenverschuldung: 311 Mio us$ (Schätzung 2000) Währung: Nakfa (100 cents). 15 Nakfa entsprechen 1 us$ Zeitzone: MEZ + 2h Nationalfeiertag: 24. Mai (Tag der Unabhängigkeit von Äthiopien im Jahre 1993)
Die Flagge ist eine Kombination der alten Flagge von 1952 und der der Freiheitsbewegung EPLF. Rot steht für das vergossene Blut, blau für den Reichtum des Meeres, Grün symbolisiert die Landwirtschaft. Quellen: UN - Human Development Report 2007/2008 (www.hdr.undp.org) UNICEF - The State of the World's Children 2008 (www.unicef.org/sowc08) Mebrat Tzehaie - Eritrea (http://home.planet.nl/~hans.mebrat/) Auswärtiges Amt (www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Eritrea.html) |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Mai 2010 um 15:34 Uhr |




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