Mogogo 2. Phase PDF Drucken E-Mail

Mogogo 2. Projektphase - Energiesparende und gesundheitsschonende Öfen

Projektpartner:       Vision Eritrea

Betrag: 153'150.00 Fr.

 

1. Hintergrund des Projekts

In Eritrea am Horn von Afrika herrscht akute Holzknappheit. Gemäss einem Bericht der FAO aus dem Jahr 1997 ist weniger als ein Prozent der Landesfläche bewaldet. Trotzdem werden in den meisten Haushalten Unmengen von Holz verheizt – zum Kochen in ineffizienten Öfen. Studien zeigen, dass 80 Prozent des eritreischen Energie-Bedarfs abhängig von Biomasse ist – einschliesslich Holz, Mist und Pflanzenrückstände. Die Kombination von hoher Nachfrage nach Feuerholz und die schlechte Verwertung des vorhandenen Holzes führt zu Entwaldung und zur Verknappung der Energie-Reserven.

Ausserdem sind die traditionellen Öfen gesundheitlich sehr bedenklich, da sie keinen Rauchabzug besitzen. Vor allem Mütter und Kinder leiden unter Augenleiden, Nasenschleimreizungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Husten. Nun hat das eritreische Energie-Ministerium einen neuen Mogogo-Ofen kreiert, der 50 Prozent weniger Holz verbraucht, als die alten Öfen.

Auf Anfrage des eritreischen Energie- und Landwirtschaftsministeriums hat SUKE 2008/2009 in den Regionen Adi Quala und Mai Mine (beide Provinz Debub) 2000 neue energiesparende Mogogo-Öfen an 2000 eritreische Haushalte finanziert. Umgesetzt wurde das Projekt von unserer eritreischen Partnerorganisation Vision Eritrea.

Die hohe Akkzeptanz der neuen Mogogo sowie der äusserst erfolgreiche Projektverlauf veranlasst SUKE eine zweite Projektphase mit weiteren 1000 Öfen zu lancieren. Das Projekt soll im Oktober 2010 starten – und zwölf Monate dauern.

2. Die Ziele des Projekts

  • Der Verbrauch von Brennmaterial von 1000 Familien ist durch die Einführung der verbesserten Öfen um 50% gesunken. Dadurch können bis zu 3.8 Tonnen CO2 pro Haushalt eingespart werden.
  • Der Zeitaufwand von Frauen und Kindern für das Sammelnvon Brennmaterial ist reduziert. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für andere Tätigkeiten und/oder verbesserten Schulbesuch.
  • Die Gesundheitsrisiken vor allem von Müttern und Kindern sind gesenkt (weniger Augenleiden, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Husten, etc.).

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. September 2010 um 09:52 Uhr