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Kampf der weiblichen Genitalbeschneidung - II PDF Drucken E-Mail

FGM – II

Weltweit sind über 2 Millionen Mädchen pro Jahr der Gefahr genitaler Beschneidung ausgesetzt. Die meisten von ihnen leben in Afrika, am Horn von Afrika. Frauen und Mädchen, die der Genitalbeschneidung ausgesetzt sind, erfahren Schmerz, Traumatisierung und häufig ernste physische Komplikationen, zum Beispiel Blutungen, Infektionen oder sogar den Tod.

Die eritreische Regierung hat die weibliche Genitalbeschneidung (FGM - Female Genital Mutilation) im April 2007 verboten und unter Strafe gestellt. Das ist eine gute Basis für eine erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich.

In einer ersten Projektphase wurde in der nördlichen Rotmeer Zone Sensibilisierungsarbeit geleistet, um das ausgesprochene Verbot der Regierung zu unterstützen und Frauen und Männer von der Schädlichkeit der genitalen Beschneidung zu überzeugen.

SUKE ist davon überzeugt, dass die Sensibilisierungsarbeit weitergeführt werden muss, um das Verbot auch wirksam zu machen. Desshalb wird in der zweiten Phase der Bau des Ausbildungszentrums der Eritreischen Frauenunion (NUEW) in Tessenei unterstützt. Ein Schwerpunkt der Aus- und Weiterbildung des Zentrums wird dem Kampf der weiblichen Genitalbeschneidung gewidmet.
 
Wasserversorgung Digi, Habro Tselim und Tinkulhas PDF Drucken E-Mail

Projekt 11.001:  Wasserversorgung in Digi, Habro Tselim und Tinkulhas

Projektausführung: Anseba Regional Administration, Dept. of Water Resources

Das gesamte relativ dicht besiedelte Projektgebiet liegt in der Umgebung von Keren in der Region Anseba, einem sehr trockenen Teil Eritreas oft mit Temperaturen über 40 Grad Celsius. In regenarmen Jahren ist die Bevölkerung auf externe Trinkwasserversorgung mittels Tankwagen durch die Regionaladministration.

Die Initiative für die Projekte geht auf die Bevölkerung zurück, die mit ihren Wünschen nach einer besseren Wasserversorgung über die Dorfkomitees bei der Regionaladministration vorstellig wurden. Mittels Mikrodämmen konnte der Wasserstand in den bestehenden Brunnen erhöht werden. Jetzt soll das Wasser den Dörfern direkt verfügbar gemacht werden.

Das Gesamtziel des Projekts besteht in der Bereitstellung ausreichender Mengen an sauberem Wasser, sowohl für den häuslichen Gebrauch, als auch für die Versorgung des Viehbestandes in den drei Dörfern der Anseba-Region. Dabei sollen folgende Arbeiten ausgeführt werden:

• Installierung zweier solarbetriebenen Pumpensystems auf dem bereits bestehenden und

versiegelten, mit Handpumpe versehenen Brunnen.

• Bau zweier 50 m³ großen Wasserreservoirs.

• Bau von 5 öffentlichen Brunnen mit jeweils 6 Zapfstellen.

• Bau  Übertragungs- und Verteilerrohrleitung vom Brunnen zum Reservoir und den öffentlichen Entnahmestellen.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 225'000 Franken.

Davon werden 20'000 Franken von den Dörfern, hauptsächlich in Form von Arbeitsleistungen übernommen. Das Eritrea Hilfswerk Deutschland beteiligt sich mit 150'000 Franken und das SUKE übernimmt 55'000 Franken.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. Oktober 2011 um 12:02 Uhr
 
Mikrodamm Hatzina PDF Drucken E-Mail

Projekt 11.003:  Mikrodamm - Hatzina

Verantwortlich Ausführung: Hatzina Village Development Committee

Projektkontrolle Eritrea: Ministry of Agriculture / Ministry of Land, Water and Environment

Hatzina liegt 14 Km östlich von Areza und 34 Km westlich von Mendefera. Das Dorf und seine Umgebung zählt rund 6000 Einwohner. Das Dorf hat zwar mit durchschnittlich 500 mm Regen pro Jahr genügend Niederschläge für den Ackerbau, da aber die Niederschläge sehr unregelmässig und zum Teil sehr heftig sind, kann nicht alles Regenwasser genutzt werden.

Das Hatzina Village Development Committee möchte einen Staudamm bauen, der rund 100’000 m3 Regenwasser auffangen kann. Der Damm soll an einer Stelle gebaut werden, an der bereits eine kleine Staumauer steht. Dieser Stausee ist aber versandet. Um die Versandung des neuen Stausees zu vermeiden, sollen Terrassen erstellt und an den erosionsgefährdeten Stellen Feigenkakteen gepflanzt werden. So kann nicht nur die Erosion eingeschränkt, sondern auch ein Erwerb erzielt werden.

Das den zukünftigen Staudamm umgebende Land ist für den Bewässerungsanbau gut geeignet.

Das Projekt wird in technischen Fragen vom Landwirtschaftsministerium und dem Wasser- und Umweltministerium begleitet.

Neben den Arbeitsleistungen der Bewohner von Hatzina wird vom Hatzinga Village Development Committee auch ein namhafter Geldbetrag (75'000 CHF) zur Projektrealisierung beigetragen.

Gesamte Projektkosten:                            200'000 Franken

 

 

 



 

 


 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. Oktober 2011 um 12:04 Uhr
 
Mogogo 2. Phase PDF Drucken E-Mail

Mogogo 2. Projektphase - Energiesparende und gesundheitsschonende Öfen

Projektpartner:       Vision Eritrea

Betrag: 153'150.00 Fr.

 

1. Hintergrund des Projekts

In Eritrea am Horn von Afrika herrscht akute Holzknappheit. Gemäss einem Bericht der FAO aus dem Jahr 1997 ist weniger als ein Prozent der Landesfläche bewaldet. Trotzdem werden in den meisten Haushalten Unmengen von Holz verheizt – zum Kochen in ineffizienten Öfen. Studien zeigen, dass 80 Prozent des eritreischen Energie-Bedarfs abhängig von Biomasse ist – einschliesslich Holz, Mist und Pflanzenrückstände. Die Kombination von hoher Nachfrage nach Feuerholz und die schlechte Verwertung des vorhandenen Holzes führt zu Entwaldung und zur Verknappung der Energie-Reserven.

Ausserdem sind die traditionellen Öfen gesundheitlich sehr bedenklich, da sie keinen Rauchabzug besitzen. Vor allem Mütter und Kinder leiden unter Augenleiden, Nasenschleimreizungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Husten. Nun hat das eritreische Energie-Ministerium einen neuen Mogogo-Ofen kreiert, der 50 Prozent weniger Holz verbraucht, als die alten Öfen.

Auf Anfrage des eritreischen Energie- und Landwirtschaftsministeriums hat SUKE 2008/2009 in den Regionen Adi Quala und Mai Mine (beide Provinz Debub) 2000 neue energiesparende Mogogo-Öfen an 2000 eritreische Haushalte finanziert. Umgesetzt wurde das Projekt von unserer eritreischen Partnerorganisation Vision Eritrea.

Die hohe Akkzeptanz der neuen Mogogo sowie der äusserst erfolgreiche Projektverlauf veranlasst SUKE eine zweite Projektphase mit weiteren 1000 Öfen zu lancieren. Das Projekt soll im Oktober 2010 starten – und zwölf Monate dauern.

2. Die Ziele des Projekts

  • Der Verbrauch von Brennmaterial von 1000 Familien ist durch die Einführung der verbesserten Öfen um 50% gesunken. Dadurch können bis zu 3.8 Tonnen CO2 pro Haushalt eingespart werden.
  • Der Zeitaufwand von Frauen und Kindern für das Sammelnvon Brennmaterial ist reduziert. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für andere Tätigkeiten und/oder verbesserten Schulbesuch.
  • Die Gesundheitsrisiken vor allem von Müttern und Kindern sind gesenkt (weniger Augenleiden, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Husten, etc.).

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. September 2010 um 09:52 Uhr
 
Hanseyto Farm PDF Drucken E-Mail

Hanseyto Farm

Partnerorganisation: Eritrean National War Disabled Veterans Association (ENWDVA)

Betrag: CHF  87’500

Die ENWDVA hat in Hanseyto (Dekemhare Sub Zone) von der Debub Administration eine Zitrusfarm erhalten. Von den total 28 Hektaren sind 20 Hektaren mit Orangen- und Mandarinen bepflanzt.

Um die Farm gewinnbringend betreiben zu können, möchte die ENWDVA ein Bewässerungssystem einrichten. Hierzu sollen ein Wasserreservoir, ein Brunnen sowie drei Dämme gebaut werden.

Die Farm verfügt über einen Anschluss ans Elektrizitätsnetz, so dass elektrische Pumpen eingesetzt werden können. Dazu müssen aber noch die notwendigen Installationen gemacht werden.

Das Projekt umfasst folgende Aktivitäten:

  1. Anschluss ans öffentliche Stromnetz und Installationen für Wasserpumpen.
  2. Bau eines Wasserreservoirs mit einer Kapazität von 300'000 Litern.
  3. Bau eines Brunnens, der 8m Durchmesser hat und 25m tief ist.
  4. Bau von drei Wasserrückhaltdämmen.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. September 2010 um 09:56 Uhr
 
Deaf Sponsoring Program PDF Drucken E-Mail

Deaf Sponsoring Program

Partner: Asmara School for Deaf

Betrag:  CHF   118’800

Hintergrund:

Die Hörbehindertenschule in Asmara wurde 1989 gegründet und ist eine der zwei existierende Schulen für Hörbehinderte in Eritrea. Im Gegensatz zur Schule in Keren ist sie ein Externat, d.h. die Schülerinnen und Schüler müssen Familie oder Verwandte in Asmara für Kost und Logis haben.

Das vorliegende Projekt sieht vor, 33 hörbehinderten Kindern aus ländlichen Gebieten, die keine Familie oder Verwandte in Asmara haben, die Chance auf einen Schulbesuch zu geben, indem ihr Aufenthalt bei Familien in Asmara gesponsert wird. Vorzugsweise sollen dies Familien sein, in denen ein oder mehrere Familienmitglieder hörbehindert sind.

Die Gastfamilien müssen sich nach einem ersten Pilotjahr für weitere fünf Jahre verpflichten und Vertrag und Bedingungen des Ministry of Labour and Human Welfare (MoLHW) erfüllen.

Die Asmara School for Deaf kontrolliert wöchentlich die Gastfamilien, damit die hörbehinderten Kinder die geforderte Zuwendung bekommen.

Der bewilligte Betrag beinhaltet die Gesamtkosten für sechs Jahre.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. September 2010 um 13:20 Uhr