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29 Kinder strahlen über beide Ohren. Für 29 Kinder in Keren und Asmara steht die Zukunft auf einen Schlag wieder offen. Endlich können sie hören. Es war nur eine Randnotiz letzten Herbst. Beiläufig erwähnt Zere Bekit, der Direktor der Hörbehindertenschule in Keren, dass er vier Schüler habe, die noch ein geringes Hörvermögen haben. "Wenn die Kinder ein Hörgerät hätten, könnten sie noch eine höhere Ausbildung machen." Offene Ohren bei "Hear The World" SUKE nimmt die versteckte Bitte ernst - und kontaktiert die "Hear The World Foundation", die vom Hörgeräte-Hersteller Phonak ins Leben gerufen wurde. Und stösst auf offene Ohren. Natürlich sei man gerne bereit, die vier Geräte zu sponsern. Die Meldung schlägt in Eritrea wie eine Bombe ein. Plötzlich meldet sich auch der Direktor der Hörbehindertenschule in Asmara. Auch er habe noch Kinder, die etwas hören könnten. 25, um genau zu sein. Rückruf an "Hear The World". "Wir brauchen 58 Hörgeräte. Für jedes Schülerohr eines." "Hear The World" willigt ein. Doktor und Techniker eingeflogen Aber Hörgeräte müssen angepasst werden. Jede Ohrmuschel ist einzigartig - wie ein Fingerabdruck. Silvia Rothen, die Verantwortliche bei "Hear The World", zögert nicht lange und fragt bei Ben Gikonyo nach, einem Ohrenarzt aus Nairobi. Der erklärte sich sofort bereit, mit einem Techniker nach Eritrea zu fliegen, um die Geräte anzupassen. Gratis. SUKE müsse nur die Flug- und Reisekosten übernehmen.Was bis jetzt ein abstraktes Projekt war, bekommt in Eritrea plötzlich ein menschliches Gesicht. Geduldig warten die ersten zwanzig Kinder im Schulhof in Asmara auf die Doktoren und SUKE. Und strahlen über beide Ohren. Sie wissen, dass für sie bald ein neues Leben beginnen wird. Eins nach dem anderen setzt sich bei Dr. Ben auf den Stuhl und lässt sich den Ohrabdruck nehmen. Bewegend werden die Szenen dann in Keren. Dr. Ben schaltet bei den Kindern die Hörgeräte an. Ein magischer Moment. Plötzlich rudern die Schüler mit den Armen, zeigen immer wieder auf die Ohren: Ich höre euch! Ich höre euch! Als Zere Bekit dann eine CD einlegt und laute Musik ertönt, gibt es kein Halten mehr. Die Kinder stehen auf. Beginnen zu tanzen. Musik! So hört sich das also an. Schnell nehmen sie den Rhythmus auf, drehen sich im Takt. Und strahlen, dass es einem fast das Herz zerreisst. 29 Kinder können wieder hören. Aber was noch wichtiger ist: Viele werden ihnen folgen. Denn Dr. Ben und sein Techniker Ngotho gaben den Lehrern der Hörbehindertenschulen ihr Wissen weiter. Jetzt können die Lehrer selbst Hörtests durchführen, Ohrabdrücke nehmen und Hörgeräte anpassen.
SUKE-Projekt-Nummer: 03.004 - Begünstigte: Hörbehinderte Kinder - Projektanteil SUKE 2007: 4'600.- CHF
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