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Zu den Opfern des eritreischen Unabhängigkeitskrieges und des Grenzkrieges mit Äthiopien von 1998 bis 2000 gehören Tausende ehemaliger Kämpferinnen und Kämpfer, die aufgrund verschiedener Verwundungen bleibend behindert sind. Die Regierung hat die Vereinigung der Kriegsversehrten (Eritrean National War Disabled Veterans Association - ENWDVA) mit der medizinischen und sozialen Betreuung der Betroffenen beauftragt. Die Wiedereingliederung ehemaliger Dienstleistender ist eine der grossen aktuellen Herausforderungen Eritreas. Die ENWDVA hat in den vergangenen Jahren ein innovatives Programm zur wirtschaftlichen Reintegration ihrer Mitglieder aufgebaut und rund 40 Kleinbetriebe gegründet, die über 500 Personen beschäftigen. Die Schreinereien, Metallwerkstätten, Bäckereien und Restaurants werden jeweils von einer Gruppe von EWDFA-Mitgliedern in eigener Regie als Genossenschaften geführt. Im Rahmen dieses Projektes können 38 kriegsbehinderte Frauen und Männer Esel-Taxi-Dienste in Gash Barka, Anseba und der Northern Red Sea Zone anbieten. Dazu wurden sie mit Karren und Eseln ausgerüstet. Sie wurden bei der Registrierung und im Beschaffen der Betriebsbewilligungen unterstützt. Weiter wurden ihnen die Grundlagen der Betriebsführung vermittelt. Die KriegsveteranInnen sollen durch solche Projekte besser in die eritreische Gesellschaft integriert werden. Somit haben diese Projekte neben dem finanziell-technischen auch einen politisch-sozialen Aspekt. Im Landesprogramm ist die Aufarbeitung der Kriege und Wiederherstellung einer friedlichen, stabilen Gesellschaft eine wichtige Komponente.
SUKE-Projekt-Nummer: 06.005 - Begünstigte: Kriegsversehrte – Projektsumme 2006/7: 62'000.- CHF
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