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Wasseraufbereitungsanlage von Areza PDF Drucken E-Mail

1996 hat eine Gruppe von Schweizer Hilfswerken mit der Beteiligung der DEZA ein Staudammprojekt für die Stadt Areza realisiert. Das Wasser wird durch eine einfache Filteranlage in ein abgedecktes Reservoir geleitet und von dort aus in die Stadt verteilt. In Areza wohnen ungefähr 7'000 Menschen. Quantitativ ist die Wasserversorgung sehr verlässlich (keine Austrocknung während der Dürre 2000-2004). Qualitativ ist das Wasser aber unzureichend. Das Einzugsgebiet des Stausees besteht aus Laterit-Gestein, das sehr wasserlöslich ist. Als Folge davon ist das Wasser des Stausees durch feine Schwebestoffe getrübt und ein starker Geruch deutet auf eine Verunreinigung hin. In der Stadt sind verschiedene Bilharziosefälle (Wurmerkrankung) aufgetreten. Im HEKS konnte Mitte 2005 ein Partner für den Bau einer Kläranlage gefunden werden. Projektstart war März 2006. Im November 2007 konnte das Projekt feierlich eingeweiht werden. Die Wasseraufbereitungsanlage konnte inzwischen den Behörden von Areza übergeben werden, die Bewohner erhalten nun sauberes Trinkwasser.

SUKE-Projekt-Nummer: 03.009 - Begünstigte: Bevölkerung von Areza - Projektanteil SUKE: 100'800.- CHF

 
Die "Hear The World Foundation" sponsert 58 Hörgeräte für hörbehinderte Schüler PDF Drucken E-Mail

29 Kinder strahlen über beide Ohren. Für 29 Kinder in Keren und Asmara steht die Zukunft auf einen Schlag wieder offen. Endlich können sie hören. Es war nur eine Randnotiz letzten Herbst. Beiläufig erwähnt Zere Bekit, der Direktor der Hörbehindertenschule in Keren, dass er vier Schüler habe, die noch ein geringes Hörvermögen haben. "Wenn die Kinder ein Hörgerät hätten, könnten sie noch eine höhere Ausbildung machen." Offene Ohren bei "Hear The World" SUKE nimmt die versteckte Bitte ernst - und kontaktiert die "Hear The World Foundation", die vom Hörgeräte-Hersteller Phonak ins Leben gerufen wurde. Und stösst auf offene Ohren. Natürlich sei man gerne bereit, die vier Geräte zu sponsern. Die Meldung schlägt in Eritrea wie eine Bombe ein. Plötzlich meldet sich auch der Direktor der Hörbehindertenschule in Asmara. Auch er habe noch Kinder, die etwas hören könnten. 25, um genau zu sein. Rückruf an "Hear The World". "Wir brauchen 58 Hörgeräte. Für jedes Schülerohr eines." "Hear The World" willigt ein. Doktor und Techniker eingeflogen Aber Hörgeräte müssen angepasst werden. Jede Ohrmuschel ist einzigartig - wie ein Fingerabdruck. Silvia Rothen, die Verantwortliche bei "Hear The World", zögert nicht lange und fragt bei Ben Gikonyo nach, einem Ohrenarzt aus Nairobi. Der erklärte sich sofort bereit, mit einem Techniker nach Eritrea zu fliegen, um die Geräte anzupassen. Gratis. SUKE müsse nur die Flug- und Reisekosten übernehmen.Was bis jetzt ein abstraktes Projekt war, bekommt in Eritrea plötzlich ein menschliches Gesicht. Geduldig warten die ersten zwanzig Kinder im Schulhof in Asmara auf die Doktoren und SUKE. Und strahlen über beide Ohren. Sie wissen, dass für sie bald ein neues Leben beginnen wird. Eins nach dem anderen setzt sich bei Dr. Ben auf den Stuhl und lässt sich den Ohrabdruck nehmen. Bewegend werden die Szenen dann in Keren. Dr. Ben schaltet bei den Kindern die Hörgeräte an. Ein magischer Moment. Plötzlich rudern die Schüler mit den Armen, zeigen immer wieder auf die Ohren: Ich höre euch! Ich höre euch! Als Zere Bekit dann eine CD einlegt und laute Musik ertönt, gibt es kein Halten mehr. Die Kinder stehen auf. Beginnen zu tanzen. Musik! So hört sich das also an. Schnell nehmen sie den Rhythmus auf, drehen sich im Takt. Und strahlen, dass es einem fast das Herz zerreisst. 29 Kinder können wieder hören. Aber was noch wichtiger ist: Viele werden ihnen folgen. Denn Dr. Ben und sein Techniker Ngotho gaben den Lehrern der Hörbehindertenschulen ihr Wissen weiter. Jetzt können die Lehrer selbst Hörtests durchführen, Ohrabdrücke nehmen und Hörgeräte anpassen.

SUKE-Projekt-Nummer: 03.004 - Begünstigte: Hörbehinderte Kinder - Projektanteil SUKE 2007: 4'600.- CHF

 
Esel-Taxi für Kriegsversehrte PDF Drucken E-Mail

Zu den Opfern des eritreischen Unabhängigkeitskrieges und des Grenzkrieges mit Äthiopien von 1998 bis 2000 gehören Tausende ehemaliger Kämpferinnen und Kämpfer, die aufgrund verschiedener Verwundungen bleibend behindert sind. Die Regierung hat die Vereinigung der Kriegsversehrten (Eritrean National War Disabled Veterans Association - ENWDVA) mit der medizinischen und sozialen Betreuung der Betroffenen beauftragt. Die Wiedereingliederung ehemaliger Dienstleistender ist eine der grossen aktuellen Herausforderungen Eritreas. Die ENWDVA hat in den vergangenen Jahren ein innovatives Programm zur wirtschaftlichen Reintegration ihrer Mitglieder aufgebaut und rund 40 Kleinbetriebe gegründet, die über 500 Personen beschäftigen. Die Schreinereien, Metallwerkstätten, Bäckereien und Restaurants werden jeweils von einer Gruppe von EWDFA-Mitgliedern in eigener Regie als Genossenschaften geführt. Im Rahmen dieses Projektes können 38 kriegsbehinderte Frauen und Männer Esel-Taxi-Dienste in Gash Barka, Anseba und der Northern Red Sea Zone anbieten. Dazu wurden sie mit Karren und Eseln ausgerüstet. Sie wurden bei der Registrierung und im Beschaffen der Betriebsbewilligungen unterstützt. Weiter wurden ihnen die Grundlagen der Betriebsführung vermittelt. Die KriegsveteranInnen sollen durch solche Projekte besser in die eritreische Gesellschaft integriert werden. Somit haben diese Projekte neben dem finanziell-technischen auch einen politisch-sozialen Aspekt. Im Landesprogramm ist die Aufarbeitung der Kriege und Wiederherstellung einer friedlichen, stabilen Gesellschaft eine wichtige Komponente.

SUKE-Projekt-Nummer: 06.005 - Begünstigte: Kriegsversehrte – Projektsumme 2006/7: 62'000.- CHF

 
Klinik für Brandverletzungen in Asmara PDF Drucken E-Mail

Das Projekt beinhaltete den Aufbau des ersten und einzigen Zentrums für brandverletzte Menschen in Eritrea. Dazu gehört die Errichtung einer Notfallambulanz zur unmittelbaren qualifizierten Versorgung für Opfer von Verbrennungsunfällen. Zusätzlich wird das Zentrum mit allen notwendigen konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten ausgestattet, um eine adäquate Behandlung zu gewährleisten, körperliche Beeinträchtigungen und Entstellungen so weit als möglich zu verhindern und Todesfälle auf das unausweichliche Maß zu reduzieren. Die einheimischen Schwestern und Ärzte werden durch Kooperation mit der deutschen Ärztevereinigung Hammer Forum ausgebildet. Aus Kostengründen wurde die Station für Brandverletzte im Halibet-Hospital am Stadtrand Asmaras erstellt, wobei vorhandene Gebäude saniert wurden und nur der OP als Neubau hinzugefügt wurde. Die Klinik konnte am 07.11.2007 eröffnet werden.

SUKE-Projekt-Nummer: 05.007 - Begünstigte: Opfer von Brandverletzungen - Projektanteil SUKE: Vermittlung von medizinischem Material

 
Lederverarbeitungs-Werkstatt PDF Drucken E-Mail

In Rüschlikon bei Zürich befand sich die Lederwaren-Fabrik Salko, die im Jahr 2002 den Betrieb eingestellt hatte. Vorräte an Leder und verschiedenste Lederverarbeitungsmaschinen konnten nun einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Das SUKE hat die Infrastruktur der Fabrik übernommen und sie in einer Containeraktion nach Eritrea überführt. Die Vereinigung der Kriegsversehrten (EWDVA), mit der SUKE bereits viele Projekte durchgeführt hat, wird die Werkstatt als Projekt übernehmen. Kriegsbehinderte Frauen und Männer werden dort die Möglichkeit erhalten, sich auf diesem - in Eritrea traditionellen -Beruf ausbilden zu lassen und sich den Lebensunterhalt selbst durch die Produktion von Lederwaren wie Taschen, Gürtel oder Geldbeutel verdienen zu können. Auf Grund eines landesweiten Inventars musste das Projekt vorübergend unterbrochen werden. Die Weiterführung des Projektes ist gegenwärtig ungewiss.

SUKE-Projekt-Nummer: 04.002 - Begünstigte: Kriegsversehrte - Projektsumme SUKE 04/05: 50'613.30 CHFDMK

 
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