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| Rauchfreie und energiesparende Mogogo-Öfen |
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In jedem eritreischen Haushalt steht ein Mogogo-Ofen auf dem das eritreische Sauerteigbrot Injera gebacken wird. Das Problem ist, dass die traditionellen Öfen keinen Rauchabzug haben, so dass der Rauch in der Küche bei Frauen und Kindern gesundheitliche Schäden verursacht. Ausserdem verbrauchen die traditionellen Öfen grosse Mengen an Holz. Die neuen aus Lehm gebauten Mogogo haben einen Rauchabzug, verbrauchen halb so viel Holz und verwerten dieses sogar noch um einen Viertel besser. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Zeit. Vor allem für die Mädchen, die traditionell das Holz sammeln müssen. Die neuen Mogogo wurden vom Energieministerium entwickelt und sind international bereits mit Preisen ausgezeichnet worden. Die erste Projektphase, die den Bau von 2’000 Mogogo beinhaltete, wurde in der Provinz Debub in der Region Dekamhare erfolgreich durchgeführt. Das Projekt konnte im Mai 2008 gestartet werden. In Zusammenarbeit mit der lokalen Administration wurden die Nutzniesserinnen des Projektes identifiziert. Zudem wurden die Dorfpromotorinnen ausgewählt und ausgebildet. Danach wurden die ersten Frauen ausgebildet und die ersten Mogogo gebaut. Die ausgebildeten Frauen gaben ihr Wissen mit der Unterstützung der Dorfpromotorinnen an jeweils fünf Frauen weiter und bauten mit denen die Mogogo. Mit Hilfe dieses „Schneeballsystems“ konnten alle 2000 Mogogo bis Ende Mai 2009 fertiggestellt werden. Zeitgleich mit dem Start des Projektes konnte SUKE mit der Stiftung MyClimate eine Übereinkunft erzielen, die eine CO2 – Zertifizierung der Mogogo erlaubt. Die Unterlagen für die Zertifizierung wurden kürzlich fertig gestellt und eingereicht. Dadurch könnten in Zukunft pro Mogogo und während 20 Jahren ca. 15 CHF in das Projekt zurückfliessen. SUKE plant mit den Mitteln aus der Zertifizierung weitere Mogogo zu bauen. Im Rahmen der Umweltzertifizierung wurden sogenannte „Kitchen Tests“ durchgeführt, die folgende Einsparungen ergaben: Brennmaterial total: 56%; Holz: 70%; Dung: 53%; Ernteabfälle: 27%. Das Ziel einer 50%igen Einsparung ist erreicht. Bei Brennholz resultiert eine Einsparung von 70%, da der Gebrauch von Ernterückständen und Dung, die zum Teil vor Ort vorhanden sind, weniger abnahm. Gemäss den „Kitchen Tests“ wurden für das Sammeln von Brennholz und Dung bisher 5.5 Stunden pro Woche eingesetzt (3.3 für Brennholz / 2.2 für Dung). Mit den neuen Mogogo können somit rund 4.2 Stunden pro Woche eingespart werden. Ob und wie diese Einsparung an Arbeitszeit anderweitig eingesetzt wird, kann noch nicht gesagt werden. Für 2010 plant SUKE den Bau von weiteren Mogogo. Ein neuer Ofen kostet - inklusive Projektbegleitungskosten - 150 Franken.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. September 2010 um 10:02 Uhr |






