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Hörbehindertenschulen in Keren und Asmara PDF Drucken E-Mail

Die Hörbehinderten-Schule in Keren wurde 1955 von der schwedischen Deaf's African Mission (DAM) gegründet und war damit die erste Schule für gehörlose Kinder in Ost-Afrika. 1994, nach der Gründung des autonomen eritreischen Staates, wurden die Schulgebäude renoviert. Heute ist die Schule in Keren eine Internatsschule, die Schule in Asmara eine Tagesschule.

Die Hörbehindertenschulen von Keren und Asmara sind die einzigen Institutionen des Landes für taube und hörbehinderte Kinder und Jugendliche. Gemäss Schätzungen finden sich in Eritrea über 4'000 Kinder mit Hörbehinderungen. Ein kleiner Teil von ihnen ist hörbehindert aufgrund von Unfällen mit Minen. Die Hörbehinderungen der meisten Kinder sind aber Folge von Krankheiten wie Meningitis, Masern, Mumps, Malaria oder anderer Viruserkrankungen.

In der Schule wird gemäss dem nationalen Grundschulprogramm unterrichtet. Seit 1993 werden Schüler, die das Grundschulziel erfolgreich abgeschlossen haben, in die staatliche Junior School integriert. Die Kinder können mit zwölf Jahren in die Schule in Keren eintreten, wo sie während sieben Jahre bleiben. Nach der Grundschule steht ein einjähriger Kurs in Berufstraining auf dem Programm (Nähen, Weben, Sticken). Berufstraining ist für die taubstummen Schülerinnen und Schüler von grosser Bedeutung, um später als Erwachsene ein selbständiges Leben führen zu können.

Im Alter von acht Jahren werden Kinder, die in die Schule aufgenommen werden möchten, einem Test unterzogen. Nach diesem Auswahlsystem treten jedes Jahr zwölf neue Kinder in die Schule ein, wo sie während sieben Jahre bleiben. Die Unterkunftskapazität bildet das Kriterium für die Anzahl neuer Schüler. In der Gehörlosenschule haben bis zum jetzigen Zeitpunkt 540 Schüler die Grundstufe abschliessen können. Über 500 Kinder stehen auf der Warteliste für die beiden Schulen in Keren und Asmara.

Die Betriebskosten der Schulen werden von der deutschen und finnischen Gehörlosenseelsorge (Joint Committee Mission for the Deaf) übernommen. Die Löhne der LehrerInnen und Angestellten werden durch das SUKE - mit einem Beitrag der Stiftung Saat -gedeckt. Da die finanzielle Unterstützung der Eritreischen Evangelischen Kirche (ECE) sehr gering ist und auch die schwedischen Beiträge gestrichen wurden, drohte der Schule erneut eine Lehrkraftabwanderung. SUKE übernimmt deshalb seit dem Jahre 2004 die Löhne des Lehrpersonals, um die Existenz der Schulen zu sichern.


SUKE-Projekt-Nummer: 03.004 - Begünstigte: 155 hörbehinderte Kinder - Projektsumme 2010: 70'000.- CHF

  • Die Schule in Keren
  • Nähunterricht
  • Der Schuldirektor Zere Bekit
  • Unterricht in Gebärdensprache

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. September 2010 um 11:23 Uhr