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2011 – UNO Jahr der Wälder
Alle 2 Sekunden wird Waldgebiet von der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Schon innerhalb von zwanzig Jahren könnte ein Drittel der noch existierenden Urwälder vernichtet sein. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2011 zum internationalen Jahr der Wälder erklärt. Ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern ist entscheidend für den Klimaschutz und die Armutsreduktion, aber auch zur Erhaltung der Biodiversität. Wälder absorbieren große Mengen CO2 – werden sie abgeholzt, steigt der CO2 Anteil in der Luft. Zudem verursachen Waldrodungen heute mehr Treibhausgase als alle Autos, Schiffe und Flugzeuge zusammen. Die Wälder sind aber auch Lebensraum vieler indigener Menschen, deren Kultur und Überleben durch die Abholzung gefährdet ist. Waldgebiete beherbergen rund 80% der weltweiten Artenvielfalt auf dem Land – durch die Rodung der Wälder verschwinden viele Arten für immer. Und nicht zuletzt sind Wälder Produktionsstätte wertvoller nachwachsender Rohstoffe, vor allem Holz. Waldrodungen bringen wenigen Profiteuren riesige Gewinne, die verursachten Schäden müssen von allen Menschen getragen werden – mit negativen Folgen für die menschliche Entwicklung. Davon sind insbesondere arme Menschen im Süden betroffen. Eine wichtige Ursache für die heutige Situation ist die mangelnde Regulierung der weltweiten Waldwirtschaft. Dafür gibt es verschiedene Mechanismen: Zertifikate für den Holzhandel nach bestimmten Standards, Implementierung von guten Regierungspraktiken, Emissionshandel und internationale Verträge. Die Vereinten Nationen spielen dabei als globale Plattform eine wichtige Rolle.
Fakten und Zahlen zum Wald finden sich auf den Webseiten von:
Alle zwei Jahre veröffentlicht die FAO den Bericht über den Zustand der Wälder, zuletzt 2011: State of the World’s forests. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 10:42 Uhr |






